Narrenzunft Frohsinn 1853 e. V.

Narrenvater

Der Narrenvater ist der Repräsentant der Narrenzunft und eine Einzelfigur. Seine Aufgabe ist es, sich gemeinsam mit dem Zunftmeister um alle fastnächtlichen Belange zu kümmern. Dabei soll er Ehrfurcht, Vertrauen, Herzenswärme und gute Laune ausstrahlen, zweifelsohne Attribute, die auf den heutigen Narrenvater Alois Käfer trefflich passen.

Die Besonderheit des Narrenvaters ist seine Wahl. Es gibt zwei Kandidaten die vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden. Am Zunftball werden die beiden durch den Narrenrat bestimmten Kandidaten in Juttesäcken auf die Bühne gebracht. Jeder Narrenrat wählt durch einen herzhaften Stockhieb mit einem Spruch seinen Kandidaten, den er jedoch nicht sehen kann da diese in den mannsgroßen Juttesäcken stecken. Der Kandidat, der die meisten Stockhiebe erhalten hat, ist nun auf Lebenszeit als Narrenvater gewählt. Bis zum II. Weltkrieg gab es keine Vorschriften für das Häs des Narrenvaters. Danach wurde für ihn ein dem Narrenrat angepasstes Gewand entworfen, welches noch der vorige Narrenvater Arnulf Oesterlein trug: roter Zylinder mit Fuchsschwanz, schwarze Hose, weißes Hemd mit grüner Fliege, roter Weste, grünem Frack und ein mit Pelz besetzter Umhang. Der heutige Narrenvater trägt eine Hanselhäs mit 4 Fuchschwänzen.

Zu den Pflichten des Narrenvaters gehören, am Schmutzige Dunschtig am Hanselbrunnen die Fasnet zu eröffnen, am Fasnetsuntig auf dem Prunkwagen als Vertreter aller Narren zu repräsentieren, die Zunft innerhalb und außerhalb Donaueschingens zu vertreten sowie die Hege und Pflege des Narrensamens. So ist es für den amtierenden Narrenvater selbstverständlich, dass er am Fastnachtdienstag für die Kinder einen Kinderball ausrichtet, bei dem jedes Kind am Eingang ein kleines Geschenk erhält.